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TXT’HYPE: Neues Magazin für Sprachkultur

Donnerstag, 3. September 2009

postermagazinEin Liebesbrief an die Sprache nennt es Göran Hielscher, freiberuflicher Gestalter und Texter bei TXT’HYPE. Fünf Studenten des Studiengangs Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin haben sich aufgemacht ein Magazin zu entwickeln, das vor allem für die gedacht ist, die im Beruf ganz bewusst mit Sprache zu tun haben: PRler, Werber, Journalisten, Berater, Coaches, Texter, Schauspieler, Sänger etc. Die Intention: voneinander lernen, sich inspirieren lassen und statt zu polarisieren, aufzeigen und aufklären. Die Idee gefällt mir und ich bin gespannt auf die erste Ausgabe. Als Vorläufer gibt es bereits ein Postermagazin mit einer abwechslungsreichen Mischung von Beiträgen verschiedener Autoren (Rhetoriker, Texter, Medien-Dozenten …) sowie einer Zusamenstellung „sprachlicher Ergüsse” unterschiedlichster Absender. Zum Beispiel: „Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl” (Andreas Möller). Oder: „Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet.” (Kommentar zum Bundeskostenreisegesetz).

Studie: Deutsche lieben ihre Sprache

Dienstag, 7. Juli 2009

387579_r_k_by_ille-dunkel_pixeliodeDas Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) und der Lehrstuhl Sozialpsychologie der Universität Mannheim veröffentlichten gestern die Ergebnisse ihrer Studie zu Spracheinstellungen in Deutschland. Hier einige Auszüge aus der Pressemeldung:

Eines der wichtigsten Ergebnisse ist die große Verbundenheit der Deutschen mit ihrer Sprache. 87% aller Befragten geben an, dass ihnen die deutsche Sprache gut bis sehr gut gefällt. Sie empfinden Stolz (56%) und Liebe (47%) für ihre Sprache und beschreiben sie als schön, anziehend, logisch, aber auch schwierig. Während 1997/1998 nur 13% aller Deutschen

(Foto: pixelio.de, Ille Dunkel)

erklärten, ein großes Interesse an der Pflege der deutschen Sprache zu haben, sind es heute 35%. (…)

Fast alle Befragten halten es für wichtig bis sehr wichtig, dass man sich beim Sprechen (92%) und Schreiben (95%) sorgfältig ausdrückt und die Rechtschreibregeln beachtet. Einwanderer messen der Sorgfalt beim Sprechen eine noch größere Bedeutung bei. (…)

Schule und Politik sollten mehr für die deutsche Sprache tun: 78% der Deutschen sind der Meinung, dass mehr für die deutsche Sprache getan werden sollte. Ein Gesetz zum Schutz der deutschen Sprache lehnt die Mehrheit (58%) dennoch ab. Vor allem von Lehrern, Schulen und Jugendeinrichtungen wird erwartet, dass sie sich stärker um die Sprache kümmern sollten (73%). An zweiter Stelle wird die Politik genannt (39%), an dritter Stelle die Eltern (28%). (…)

Lesen im Internet hemmt das Interesse an Büchern nicht: Knapp die Hälfte der Befragten liest mindestens einmal pro Woche deutsche Bücher (49%) und deutsche Beiträge im Internet (45%). Noch mehr Befragte lesen regelmäßig deutsche Zeitungen oder Zeitschriften: 70% tun dies täglich, 21% einmal pro Woche. Während Frauen häufiger Bücher lesen als Männer, verfolgen Männer häufiger Beiträge im Internet. Menschen, die häufig im Internet lesen, zeigen insgesamt ein intensiveres Leseverhalten. Sie nutzen häufiger deutsche Wörterbücher und lesen häufiger Bücher, Zeitungen und Zeitschriften. Hinweise darauf, dass der Internetkonsum dazu führt, dass weniger Bücher gelesen werden, finden sich in der Studie nicht.