Archiv für die Kategorie „Sprachbewusst“

Interessante Inhalte, Glaubwürdigkeit, Regelmäßigkeit …

Freitag, 7. Mai 2010

Resi Burkart_pixelio.de

… sind laut einer in diesem Jahr durchgeführten Studie von der Agentur creativ360 die Erfolgsfaktoren von B2B-Unternehmen für erfolgreiches Social-Media-Marketing im Web.

Nichts Neues, wenn man an den altbekannten Ausspruch „Content is King“ denkt. Interessante Inhalte, gut und richtig geschrieben sind für den Erfolg von Webseiten ebenso wichtig wie für gedruckte Medien. Das gilt auch für das Suchmaschinenmarketing (SEO). (weiterlesen…)

Raus aus der Routine: Mal wieder hinhören, hinsehen …

Montag, 3. Mai 2010

Bernd Sterzl, Pixelio.de

Wenn ich etwas häufig und regelmäßig tue, und das immer auf die gleiche Art und Weise, so habe ich schnell Routine darin. Routine leitet sich ab von Route – einem festgelegten Weg. So wie Sie jeden Tag den gleichen Weg nehmen, um zur Arbeit zu kommen. Wenn nicht eine Baustelle Sie darin hindert. Statt sich darüber zu ärgern, freuen Sie sich, dass Sie dieses Hindernis auf einen neuen Weg führt. Betrachten Sie es als kleinen Weckruf.

Meiner Ansicht nach, tun wir viel zu viel mechanisch. Wir sind wahre Routiniers. Beim Aufstehen, Klogehen, Zähneputzen, Teekochen, Hundstreicheln, Ehemannverabschieden … Wissen Sie, welche Farbe das Hemd hat, das er heute früh angezogen hat? Oder die Farbe der Unterwäsche, die Sie heute tragen?

Die Gefahr der Routine ist, dass dabei die Achtsamkeit, das bewusste Tun auf der Strecke bleibt. Ich bin nicht wirklich bei dem, der vor mir steht, bei dem, was ich gerade tue. Ich bin nur im Kopf, und dort bereits mit etwas anderem beschäftige – mit dem Geburtstagsgeschenk für meine Freundin oder dem morgigen Kundengespräch … Stopp. Zurück! Es ruft das Hier und Jetzt. (weiterlesen…)

Stiefkind Text oder Ein guter Texter ist Gold wert!

Donnerstag, 4. Februar 2010

422996_r_k_b_by_didi01_pixeliodeFür alles wird gern und viel Geld ausgegeben: für die Programmierung von Webseiten, für die visuelle Gestaltung von Broschüren, Anzeigen, Katalogen, für Messestände, Büromöbel und allzuhäufig auch für Unternehmensberater. Nur die Position Text, die möchte man sich gern sparen.

Ziemlich paradox wie ich finde, ist doch der Text hauptverantwortlich für den Inhalt. Für das, was ausgesagt werden soll. Für das, was aufgenommen und hängenbleiben soll. Was wiederum damit zusammenhängt, wie es rübergebracht wird. In welcher Tonalität, in welchem Stil … (weiterlesen…)

Wie ich rede, so bin ich. Oder: Ich nehme Sie beim Wort!

Donnerstag, 12. November 2009

Wie oft benutzen Sie Begriffe, Phrasen und Metaphern in Ihrer täglichen Sprache, ohne sich ihrer Bedeutung bewusst zu sein? Ein Beispiel: Die Tage rief mich eine liebe Kollegin an. Nachdem wir eine Weile miteinander sprachen, sagte sie: „Ich muss dich jetzt leider abwürgen. Ich bekomme gleich noch Besuch.” Darauf ich: „Bitte nicht, das tut mir weh.” Sie hörbar verwirrt: „Wie? Verstehe ich jetzt nicht.” Ich erklärte ihr, dass sie mich a b w ü r g e n wolle. (Lassen Sie das mal auf sich wirken. Grrrässliche Vorstellung!) Worauf sie immer noch etwas irritiert entgegnete: „Ach, diese Texter. Du weißt, doch wie ich das meine.” (weiterlesen…)

TXT’HYPE: Neues Magazin für Sprachkultur

Donnerstag, 3. September 2009

postermagazinEin Liebesbrief an die Sprache nennt es Göran Hielscher, freiberuflicher Gestalter und Texter bei TXT’HYPE. Fünf Studenten des Studiengangs Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin haben sich aufgemacht ein Magazin zu entwickeln, das vor allem für die gedacht ist, die im Beruf ganz bewusst mit Sprache zu tun haben: PRler, Werber, Journalisten, Berater, Coaches, Texter, Schauspieler, Sänger etc. Die Intention: voneinander lernen, sich inspirieren lassen und statt zu polarisieren, aufzeigen und aufklären. Die Idee gefällt mir und ich bin gespannt auf die erste Ausgabe. Als Vorläufer gibt es bereits ein Postermagazin mit einer abwechslungsreichen Mischung von Beiträgen verschiedener Autoren (Rhetoriker, Texter, Medien-Dozenten …) sowie einer Zusamenstellung „sprachlicher Ergüsse” unterschiedlichster Absender. Zum Beispiel: „Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl” (Andreas Möller). Oder: „Stirbt ein Bediensteter während einer Dienstreise, so ist damit die Dienstreise beendet.” (Kommentar zum Bundeskostenreisegesetz).

Kostenlose Probetexte – wie damit umgehen?

Dienstag, 4. August 2009

363171_r_k_b_by_rainer-sturm_pixeliodeIn Texterkreisen  häufen sich die Anfragen von potenziellen Auftraggebern, die zunächst einen kostenlos auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Probetext wünschen. “Zwar haben wir Ihre Referenzen gesehen und sind davon überzeugt. Aber da wir spezielle Bedürfnisse haben, möchten wir den Auftrag unbedingt an den Richtigen vergeben. Daher benötigen wir erst einen Probetext von Ihnen.”

Nun, spezielle Bedürfnisse hinsichtlich Tonalität, Stil, Aufbereitung der Inhalte hat jeder meiner Kunden. Deswegen gibt es bei mir auch keine Texte von der Stange. Wäre das so, könnte ich ein passendes Gewand heraussuchen. Das kann der potenzielle Kunde in Ruhe zu Hause anprobieren und der Familie vorführen. Aber hier geht es darum, dem Kunden ein individuelles Gewand auf den Leib zu schneidern. Und wenn es auch erstmal nur die Hose vom Anzug ist: hier wird zunächst konzipiert, geplant und dann geschneidert bzw. getextet. Und das kostet Geld, denn von diesem Job lebe ich. Ähnlich wäre es doch, wenn ich beim Friseur erst einen kostenlosen Haarschnitt verlange, um zu testen, ob der Friseur der Richtige für mich ist. “Oh, Sie haben meine zwei Wirbel am Hinterkopf nicht entdeckt. Die müssen Sie doch bei dem Haarschnitt berücksichtigen. Tut mir leid, da gehe ich lieber zu einem anderen Friseur.” Das kann dem Texter in ähnlicher Weise passieren. Und wenn Kunde “Probetext” das gleich bei 100 Textern macht, hat er  schon ordentlich Ideen und textliche Anregungen zusammen, um sich daraus ein eigenes Textkleid zu stricken …

Ich habe mir eine Alternative überlegt. Für ernst gemeinte Anfragen, bei denen es um eine langfristige Zusammenarbeit geht, komme ich meinen Kunden in Spe gern entgegen. Hier biete ich an, einen “kleinen” Auftrag für den halben Preis zu erledigen. Aber nur, wenn es danach zu einer weiteren Zusammenarbeit kommt. Entscheidet man sich nach dem “Probeauftrag” gegen eine Zusammenarbeit, aus welchem Grund auch immer, wird der komplette Preis fällig. So ist es doch fair für beide Seiten, oder?

Spickzettel für den guten Zweck

Mittwoch, 8. Juli 2009

spickzettel_dwkleinFlott und flüssig formulierte Texte würden so manchen Geschäftsbrief lebendiger und persönlicher machen. Der Alltag sieht zum Leidwesen vieler jedoch genau umgekehrt aus. Langatmige Schachtelsätze, Wortmonster mit 6, 7 und mehr Silben und abstrakte Formulierungen erschweren das Verständnis.

Damit die Kommunikation im Alltag flotter funktioniert – ohne langes Nachschlagen – hat die in Rheda-Wiedenbrück ansässige Texterin Daniela Wohlfromm (Büro textwerk) in einem „Spickzettel für gute Texte“ die 12 wichtigsten Formulierungshilfen zusammengetragen und von der Druckerei Hanhardt, Rheda-Wiedenbrück, umsetzen lassen.

„Diese handlichen Tippgeber kamen im Freundeskreis und bei meinen Kunden so gut an, dass ich die Idee hatte, die Spickzettel zu verkaufen und den Erlös der ersten 500 Stück für einen guten Zweck einzusetzen“, berichtet Daniela Wohlfromm. Gesagt, getan. Paul Vorbohle, Inhaber von Druck und Büro Hanhardt aus Rheda-Wiedenbrück unterstützt diese Idee und platzierte die „Spickzettel für gute Texte“ an der Kasse seines Bürofachgeschäfts in Wiedenbrück.

Der Spickzettel kostet 2,50 EUR, steckt in einer Schutzhülle und hat das Format einer Visitenkarte. Passt also prima in jede Brief-, Hemd- oder Hosentasche. Firmen können die Spickzettel mit eigenem Logo auf der Kunststoffhülle bekommen und diese z. B. an Kunden und Lieferanten verschenken. Der Erlös der ersten 500 verkauften Exemplare geht der Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück zu. Daniela

Wohlfromm sucht weitere Einzelhändler, die den Spickzettel in ihrem Geschäft zum Verkauf anbieten würden. Kontakt unter: 05242 9388801

Studie: Deutsche lieben ihre Sprache

Dienstag, 7. Juli 2009

387579_r_k_by_ille-dunkel_pixeliodeDas Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) und der Lehrstuhl Sozialpsychologie der Universität Mannheim veröffentlichten gestern die Ergebnisse ihrer Studie zu Spracheinstellungen in Deutschland. Hier einige Auszüge aus der Pressemeldung:

Eines der wichtigsten Ergebnisse ist die große Verbundenheit der Deutschen mit ihrer Sprache. 87% aller Befragten geben an, dass ihnen die deutsche Sprache gut bis sehr gut gefällt. Sie empfinden Stolz (56%) und Liebe (47%) für ihre Sprache und beschreiben sie als schön, anziehend, logisch, aber auch schwierig. Während 1997/1998 nur 13% aller Deutschen

(Foto: pixelio.de, Ille Dunkel)

erklärten, ein großes Interesse an der Pflege der deutschen Sprache zu haben, sind es heute 35%. (…)

Fast alle Befragten halten es für wichtig bis sehr wichtig, dass man sich beim Sprechen (92%) und Schreiben (95%) sorgfältig ausdrückt und die Rechtschreibregeln beachtet. Einwanderer messen der Sorgfalt beim Sprechen eine noch größere Bedeutung bei. (…)

Schule und Politik sollten mehr für die deutsche Sprache tun: 78% der Deutschen sind der Meinung, dass mehr für die deutsche Sprache getan werden sollte. Ein Gesetz zum Schutz der deutschen Sprache lehnt die Mehrheit (58%) dennoch ab. Vor allem von Lehrern, Schulen und Jugendeinrichtungen wird erwartet, dass sie sich stärker um die Sprache kümmern sollten (73%). An zweiter Stelle wird die Politik genannt (39%), an dritter Stelle die Eltern (28%). (…)

Lesen im Internet hemmt das Interesse an Büchern nicht: Knapp die Hälfte der Befragten liest mindestens einmal pro Woche deutsche Bücher (49%) und deutsche Beiträge im Internet (45%). Noch mehr Befragte lesen regelmäßig deutsche Zeitungen oder Zeitschriften: 70% tun dies täglich, 21% einmal pro Woche. Während Frauen häufiger Bücher lesen als Männer, verfolgen Männer häufiger Beiträge im Internet. Menschen, die häufig im Internet lesen, zeigen insgesamt ein intensiveres Leseverhalten. Sie nutzen häufiger deutsche Wörterbücher und lesen häufiger Bücher, Zeitungen und Zeitschriften. Hinweise darauf, dass der Internetkonsum dazu führt, dass weniger Bücher gelesen werden, finden sich in der Studie nicht.