Archiv für die Kategorie „Texter-Alltag“

Stiefkind Text oder Ein guter Texter ist Gold wert!

Donnerstag, 4. Februar 2010

422996_r_k_b_by_didi01_pixeliodeFür alles wird gern und viel Geld ausgegeben: für die Programmierung von Webseiten, für die visuelle Gestaltung von Broschüren, Anzeigen, Katalogen, für Messestände, Büromöbel und allzuhäufig auch für Unternehmensberater. Nur die Position Text, die möchte man sich gern sparen.

Ziemlich paradox wie ich finde, ist doch der Text hauptverantwortlich für den Inhalt. Für das, was ausgesagt werden soll. Für das, was aufgenommen und hängenbleiben soll. Was wiederum damit zusammenhängt, wie es rübergebracht wird. In welcher Tonalität, in welchem Stil … (weiterlesen…)

Namensfindung: ivisto – Onlineshopping rund ums Auto

Montag, 28. Dezember 2009

Im Auftrag der Agentur Neuland-Medien aus Rheda-Wiedenbrück widmete ich mich der Namensfindung für einen Online-Shop, der Produkte und Dienstleistungen rund ums Automobil vertreibt.

Gar nicht so einfach, da bekanntlich viele gut klingende Domains schon vergeben sind. Der Name, ein Phantasiename, sollte in unterschiedlichen Sprachen aussprechbar und merkfähig sein. Aus meinen eingereichten Vorschlägen wählte der Kunde den Namen „ivisto”. Das Portal startete im November und wird derzeit noch ausgebaut: www.ivisto.de

Alissas Praktikumsblog: Abpfiff. Das Praktikum ist zu Ende.

Freitag, 9. Oktober 2009
C. Seidel, Pixelio.de

C. Seidel, Pixelio.de

Heute ist mein letzter Praktikumstag. Die letzten 3 Wochen haben mir sehr viel Spaß gemacht. Ich finde es wirklich schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist.

Am Anfang habe ich mir das Praktikum anders vorgestellt. Ich dachte, alles verläuft viel strenger. Jedoch waren alle total locker, nett und witzig. Meiner Meinung nach habe ich auch sehr viel hier gelernt. Andere dürfen in ihrem Praktikum nur Kaffee kochen und Blätter kopieren. Ich konnte mit zu Kundengesprächen, … (weiterlesen…)

Alissas Praktikumsblog: Gesprächsstoff in der Nachspielzeit

Mittwoch, 7. Oktober 2009
e.rose_pixelio.de

e.rose_pixelio.de

In den letzten Tagen meines Praktikums ist noch viel passiert. Gestern zum Beispiel, durfte ich mit zu zwei Kundengesprächen. Bei dem ersten war ich mit Christian von Neuland-Medien. Am Anfang wurde uns gleich die Firma gezeigt. Danach kam sofort die Besprechung. Sie sprachen darüber, dass die Firma mehr Kunden haben will und mit Flyern werben möchte. Darum soll Christian sich nun kümmern.

Bei dem zweiten Kundengespräch war ich mit Christian und Daniela. Es ging dieses Mal um eine Namensfindung. (weiterlesen…)

Alissas Praktikumsblog: Aufmerksamkeit bitte!

Montag, 5. Oktober 2009
st_hofschläger_pixelio

st_hofschläger_pixelio

Ich muss zugeben, als ich zum ersten mal von dem Beruf Werbetexter hörte – zu dem Zeitpunkt war ich 13 oder so  -, stellte ich ihn mir anders vor. Ich dachte, man entwirft „nur” Headlines und Werbesprüche. Dass man auch ganze Flyer schreiben muss, hätte ich nie gedacht. Ich glaube, ich weiß woher das kommt. (weiterlesen…)

Das Praktikum ist eröffnet!

Mittwoch, 23. September 2009

fussballfahne_tinab_pixelioErst mal vorne weg: Hallo!

Ich bin Alissa aus Verl. Vor zwei Tagen habe ich bei „textwerk” mein 3-wöchiges Schülerpraktikum als Werbetexterin begonnen.

Nach dieser kurzen Zeit muss ich sagen, dass es mir jetzt schon viel Spaß bereitet. Viele fragen sich bestimmt, warum ausgerechnet als Werbetexterin? (weiterlesen…)

Autsch: Webseiten-Unfall bei textwerk

Dienstag, 22. September 2009

Im “Backend” meiner Webseite versuchte ich heute mal wieder eine klitzekleine Änderung. Zack – das Ergebnis ist gerade online: Bilder weg, stattdessen ich in der Tüte doppelt und dreifach. Dabei hat mir doch der Kollege schon tausendmal gesagt: “Erst ein Back-Up deiner aktuellen Seiten machen, dann kannst du ändern!” Jetzt habe ich den Salat. Nur, weiß ich nicht, wo. Der Salatkopf  ist auch weg, genau wie mein frisch-fruchtiges Einkaufstütenbild von der Startseite. Stattdessen nur noch ich. Herrjeh – so ichbezogen bin ich doch wirklich nicht. Und mein Retter, der alles wieder heil machen kann, steckt über beide Ohren in Arbeit. Abwarten und hoffen, dass kein potenzieller Kunde gerade jetzt auf meine Seiten guckt ;)

Premiere: Praktikantin bei textwerk

Donnerstag, 3. September 2009

Am 23. September beginnt die 15-jährige Alissa ihr 3-wöchtiges Schulpraktikum bei mir. Für uns beide spannend, denn sie ist meine erste Praktikantin. Alissa möchte in dieser Zeit alles erfahren über die „Entstehung bis hin zur Vollendung von Werbetexten“. Alissa wird während ihres Praktikums auch die gestalterische Umsetzung der „textwerke“ kennen lernen. In der nur 5 Autominuten von mir entfernten Agentur Neuland- Medien, einem Kooperationspartner von mir. Und wenn Alissa Lust dazu hat, wird sie während ihres Praktikums in diesem Blog über ihre Eindrücke und Erfahrungen schreiben … Ich freue mich drauf.

Kostenlose Probetexte – wie damit umgehen?

Dienstag, 4. August 2009

363171_r_k_b_by_rainer-sturm_pixeliodeIn Texterkreisen  häufen sich die Anfragen von potenziellen Auftraggebern, die zunächst einen kostenlos auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Probetext wünschen. “Zwar haben wir Ihre Referenzen gesehen und sind davon überzeugt. Aber da wir spezielle Bedürfnisse haben, möchten wir den Auftrag unbedingt an den Richtigen vergeben. Daher benötigen wir erst einen Probetext von Ihnen.”

Nun, spezielle Bedürfnisse hinsichtlich Tonalität, Stil, Aufbereitung der Inhalte hat jeder meiner Kunden. Deswegen gibt es bei mir auch keine Texte von der Stange. Wäre das so, könnte ich ein passendes Gewand heraussuchen. Das kann der potenzielle Kunde in Ruhe zu Hause anprobieren und der Familie vorführen. Aber hier geht es darum, dem Kunden ein individuelles Gewand auf den Leib zu schneidern. Und wenn es auch erstmal nur die Hose vom Anzug ist: hier wird zunächst konzipiert, geplant und dann geschneidert bzw. getextet. Und das kostet Geld, denn von diesem Job lebe ich. Ähnlich wäre es doch, wenn ich beim Friseur erst einen kostenlosen Haarschnitt verlange, um zu testen, ob der Friseur der Richtige für mich ist. “Oh, Sie haben meine zwei Wirbel am Hinterkopf nicht entdeckt. Die müssen Sie doch bei dem Haarschnitt berücksichtigen. Tut mir leid, da gehe ich lieber zu einem anderen Friseur.” Das kann dem Texter in ähnlicher Weise passieren. Und wenn Kunde “Probetext” das gleich bei 100 Textern macht, hat er  schon ordentlich Ideen und textliche Anregungen zusammen, um sich daraus ein eigenes Textkleid zu stricken …

Ich habe mir eine Alternative überlegt. Für ernst gemeinte Anfragen, bei denen es um eine langfristige Zusammenarbeit geht, komme ich meinen Kunden in Spe gern entgegen. Hier biete ich an, einen “kleinen” Auftrag für den halben Preis zu erledigen. Aber nur, wenn es danach zu einer weiteren Zusammenarbeit kommt. Entscheidet man sich nach dem “Probeauftrag” gegen eine Zusammenarbeit, aus welchem Grund auch immer, wird der komplette Preis fällig. So ist es doch fair für beide Seiten, oder?

Fragen an eine Werbetexterin

Montag, 29. Juni 2009

Kürzlich wurden mir zu meiner Tätigkeit als Texterin per E-Mail zwei Fragen gestellt von einer jungen Dame, die  meinen “Spickzettel für gute Texte” erworben hatte:

1. Ist es schwierig diesen Beruf auszuüben? 2. Ist es eher Talentsache oder doch hartes Lernen und Training?

Meine Antworten:
Zu 1:

Schwierig sind manchmal die Bedingungen, unter denen man den Beruf ausübt. Das ist abhängig vom Arbeitgeber, vom Kunden, vom Team. Alle, diejenigen, die an den Texten oder am Textergebnis/textwerk direkt oder indirekt mitwirken, tragen dazu bei, dass man an diesem Beruf Spaß hat oder Frust schiebt. Ansonsten ist doch nichts wirklich schwierig, wenn man für sich erkannt hat, dass man es machen will.

Zu 2:

Wenn man …

… die Lust am Wort,

… das Interesse am Wortwörtlichen,

… den Wunsch sich schriftlich auszudrücken

als Talent bezeichnet, ist es auch (!) eine Talentsache.

Ich war z. B. in meiner Schulzeit immer sehr gut in dem Fach „Deutsch“. Ich las sehr viel und gern. Und das Schreiben lag mir. Auch das Analysieren von Geschichten, Romanen, Gedichten: „Was will uns der Autor sagen?“ ;) Ich habe gern Gedichte geschrieben und mochte mich schriftlich lieber ausdrücken als mündlich.

Genauso würde ich das Texten als Handwerk bezeichnen. Beachtet man gewisse „Stilregeln“, kann man schon mal Texte schreiben, die andere lesen können, ohne zu stolpern oder sich zu langweilen (siehe mein „Spickzettel für gute Texte”). Darüberhinaus kann man auch lernen, seine Phantasie beim Texten zu gebrauchen oder mit „rhetorischen Figuren“ umzugehen wie mit Reimen, Anaphern* etc. (*Wiederholen eines Wortes oder mehrere Wörter zu Beginn aufeinanderfolgender Sätze oder Satzteile; z. B.: Mehr Qualität. Mehr Erfolg. Mehr als Sie erwarten.)

Was ich persönlich sehr wichtig finde, ist, dass man sich selbst nicht wichtiger nimmt, als den Leser. Er soll angesprochen werden, er soll den Text lesen, soll ihn begreifen. Bei einem Mailing soll er sogar direkt auf reagieren, indem er etwas bestellt o. ä. Daher ist es wichtig, verständlich und einfach zu schreiben. Anregend und spannend. Je nach Textsorte auch so, als würde ich ein Gespräch führen mit dem Leser. Letztendlich kommt es immer auf die Textsorte an. Für die Werbung texte ich ganz anders, als wenn ich für die Zeitung schreibe. Fazit: Es ist eine Lernsache, es ist Training. Und alles, was man mit Herzblut macht, geht eh leichter von der Hand.